| Was ist Rollhockey? |
| Geschrieben von: Simon von Allmen |
| Samstag, 05. Januar 2008 um 10:25 Uhr |
|
Rollhockey ist eine Mannschaftssportart, welche Verwandtschaft mit anderen Hockeyarten hat. In den südlicheren Nationen wie Spanien, Portugal oder Argentinien hat Rollhockey gar einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie Eishockey in der Schweiz oder in Deutschland. Rollhockey wird auf den traditionellen Rollschuhen, welche je zwei Rollen nebeneinander haben, gespielt. Ohne Helm und Brustpanzer, einzig mit Schienbein- und Knieschonern sowie Handschuhen ausgerüstet, treten die Spieler gegeneinander an. Da aber die Rollschuhen mehr Stabilität garantieren als Inline-Skates und Körperkontakt grundsätzlich nicht erlaubt ist, ist die Verletzungsgefahr viel geringer als zum Beispiel beim Eis- oder Inline-Hockey. Neu ist in der Juniorenliga in Italien ein Helm Pflicht und auch in der Schweiz dürfen die Kids einen Helm zum Schutz des Kopfes tragen. Wie ist die Mannschaft zusammengesetzt?
Wie lange dauert ein Spiel und wie sieht das Spielfeld aus? Die Standardgrösse eines Rollhockeyspielfeldes beträgt 20x40 Meter, die kleinsten Spielflächen dürfen 36x18 und die Grössten 44x22 Meter sein. Rollhockey wird oft auf Parkettboden, teils aber auch auf speziellen Kunststoffbelägen in Hallen gespielt. Kleinere Vereine spielen aber noch auf Beton und Outdoor. Die Banden sind ähnlichen deren des Eishockeys.Bei den Erwachsenen dauert die reguläre Spielzeit 2x25 Minuten gestoppt, je nach Alterskategorie auch weniger. Die Pause dauert zehn Minuten. Was sind die wichtigsten Spielregeln? Die Rollhockeyspiele werden von einem bis zwei Schiedsrichtern geleitet. Auf die Saison 2009/2010 sind neue Regeln eingeführt worden, um einerseits mehr Spektakel ins Spiel zu bringen und andererseits die zunehmende Härte rauszunehmen. International gibt es nur noch blaue Karten, welche mit einer Zeitstrafe und Unterzahlspiel für die eigene Mannschaft verbunden sind. Rot bedeutet wie auch im Fussball einen Restauschluss. Schläge mit dem Stock oder unkontrollierter Körperkontakt werden strenger sanktioniert. Das Spielfeld selber ist in eine Offensiv- und Defensivzone unterteilt, wobei jeweils eine Rückkehr von Angriffs- in Verteidigungsbereich in Ballbesitz für fünf Sekunden gestattet ist. Die Systeme Zu Beginn wurde oftmals das Viereck, eine Zonendeckung, gespielt. Dazu gibt es eine Abänderung in der Form eines Rhombus. Noch heute erlernen die jüngsten Junioren erst diese Spielweise. Bei den starken Nationen wird in den obersten Ligen die Manndeckung praktiziert, wobei diese gute rollschuhläuferische Qualitäten aller Spieler verlangt. Die Manndeckung kann mittels Pressing über das ganze Spielfeld ausgeübt werden oder klein in der eigenen Hälfte. Wie populär ist Rollhockey? Rollhockey erlebte in den früheren 90er Jahren einen klaren Aufschwung, es stand 1992 sogar in Barcelona an den Olympischen Spielen im Programm. Es folgte ein Rückgang, viele Vereine konnten aufgrund des aufkommenden Inline- und Unihockeybooms nicht überleben. In den führenden Nationen Spanien, Portugal, Italien und Argentinien besitzt Rollhockey aber weiterhin einen sehr hohen Stellenwert, Namen wie Gil, Páez, Borregán oder Silva sind ähnlich bekannt wie jene der Fussballstars. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 21. Januar 2010 um 16:12 Uhr |


Eine Mannschaft besteht aus acht Feldspielern und zwei Torhütern, wobei nur vier Spieler und ein Goalie gleichzeitig eingesetzt werden. Es gibt keine Blockwechsel, die Spieler dürfen beliebig oft ein- und ausgewechselt werden. Zum Staff eines Teams gehört natürlich auch ein Trainer und ein Betreuer, die führenden Nationen und Vereine haben sogar eigene Mechaniker und Ärzte.



